Mit dem Fahrrad auf eigene Faust entlang dem Mekong durch Südostasien

Track.jpg Pics.jpg

   ein paar Videoclips 

Maria & Ilse & Peter Danninger, Fragen an Peter Danninger

  Idee
  Grobplanung
  Vorbereitungen
  Reiseroute
  Flug nach Bangkok
  Nachtzug nach Nong Khai
  Phon Phisai
  Ban Ahong
  Wat Phu Tok
  Nakhon Phanom
  Savannakhet
  Pakse
  Champasak
  Don Khong
  Don Khon
  Stung Treng
  Chhlong
  Kampong Cham
  Phnom Penh
  Phnom Penh Besichtigungen
  Chau Doc
  Long Xuyen
  Can Tho
  Tra Vinh
  Ben Tre
  Vinh Long
  Can Tho
  Can Tho Schwimmender Markt
  Saigon (Ho Chi Minh Town)
  Flug nach Bangkok
  Bangkok Besichtigungen
  Resumée

 Oktober 2010: Idee zu dieser Tour

Wie kommt man auf die Idee mit dem Radl entlang dem Mekong auf eigene Faust durch Südostasien zu fahren ???
Ausgelöst hat dies Tochter Maria, die ihre Hochzeitsreise mit dem Radl in Thailand und Laos verbrachte.
Nach 4 Wochen mußte Ehemann Genilson heim, aber Maria hatte wegen Jobwechsel weitere 4 Wochen Zeit.
Also wurde der Plan erweitert: Fortsetzung der Radtour mit den Eltern ...

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 November 2010: Grobplanung

15.01.2011: Flug nach Bangkok
17.01.2011: Treffpunkt in Nong Khai / Vientiane
13.02.2011: Rückflug von Bangkok

Einige Tage Fahrt zu viert an der Thailändischen Seite des Mekong.
Dann Weiterfahrt zu dritt an der Laotischen Seite des Mekong.
Zwischenziel: Phnom Penh (Kambodscha)
Da wir nur 4 Wochen Zeit hatten mußten wir hier entscheiden:

Wir entschieden uns in Phnom Penh für das Mekong-Delta und buchten Flüge von Saigon nach Bangkok.
Schon bei der Grobplanung stellte sich heraus daß die verfügbaren 4 Wochen zu kurz sind.
Wir hatten daher vorgesehen einzelne uns weniger attraktiv erscheinende Teilstrecken mit dem Bus zurückzulegen.
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 Ausrüstung, Vorbereitungen, Gesundheit

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 Reiseroute, Orientierung, Navigation

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 Ein paar Videoclips

Das Video-Bild hat unten eine Statuszeile mit folgenden Funktionen:

Mönch trommelt
Zuckerrohrpresse
Eismühle
Indiaca
Tempelmusik
Markt
Verkehr
Neujahrsfest

Stop Videoclip

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 15.01.2011: Flug nach Bangkok

Direktflug mit Air Berlin, Abflug 15:45
Verpackung der Räder mit Baumarktfolie hat zwar geklappt, hat sich aber nicht bewährt, Folie war bei Ankunft weg.
Anstelle der Baumarktfolie Räder besser mit Folie umhüllen lassen wie dies auf jedem Flughafen angeboten wird. Vorbereitung der Räder wie üblich:

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 16.01.2011: Nachtzug nach Nong Khai

Ankunft in Bangkok um 8:00, in Ebene 1 gehts beim Ausgang 8 zu den Airport Express Bussen.
Wir nahmen den Bus AE4 zur Hua Lamphong Railway Station, Mitnahme der Räder war kein Problem.
Am Bahnhof haben wir die Zugtickets für den Nachtzug nach Nong Khai besorgt (First Class Sleeper) und dann in der Nähe des Bahnhofes in einem kleinen Hotel (Train Inn) ein Zimmer genommen und nach einer Dusche einige Stunden geschlafen.
Am Abend haben wir dann im Bahnhofsrestaurant preiswert und gut gegessen und sind dann zum Zug gegangen.
Die Tickets für die Räder gibts nicht am Schalter, aber angeblich irgendwo am Bahnsteig ... haben wir nicht gefunden.
Wir sind mit den Rädern direkt zum Gepäckwagen am Anfang des Zuges gegangen, haben die dort eingeladen und die Gebühr bezahlt.
Dann wieder zurück zum Ende des Zuges zu unserem Schlafwagen.
Während der Fahrt kommt jemand der Abendessen und Frühstück anbietet, ohne zu sagen daß dies relativ teuer und nicht besonders gut ist.
Ankunft in Nong Khai um 8:25. Tochter Maria und Schwiegersohn Genilson haben uns am Bahnhof erwartet, die Beiden waren schon 3 Wochen mit den Rädern unterwegs.
Wir fuhren gemeinsam zum Quartier der Beiden (Thai Nongkhai Guest House) und machten uns fertig für die gemeinsame Tour.

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 17.01.2011: Phon Phisai

50km, Guesthouse Ruen la mye.
Wir mußten uns umstellen - in Thailand ist Linksverkehr !
Außerdem - für uns ungewohnt - in Geschäften und vielen Lokalen muß man die Schuhe ausziehen.
An diesem ersten Tag fuhren wir nur 50km nach Phon Phisai und fanden Quartier in einem Guesthouse.
Wir waren wohl noch etwas müde, jeden falls kann ich mich nicht mehr an Einzelheiten dieser Fahrt erinnern :-)

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 18.1.2011: Ban Ahong

75km, Guesthouse Wang kham resort.
Fahrt teilweise auf der Hauptstraße mit mäßigem Verkehr, teilweise auf Wegen entlang des Mekong durch idyllische Reisfelder.
Zunehmender Schwerverkehr auf der Straße.
Wir fanden ein schönes Guesthouse direkt am Mekong.
Abends hörten wir von der anderen Mekongseite auch viel Verkehrslärm auf der Straße 13, die ja eine Alternative zu der von uns gewählten Route gewesen wäre.

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 19.1.2011: Wat Phu Tok

76km, Homestay.
In der Hoffnung weniger Schwerverkehr zu haben wählen wir eine Route durchs Landesinnere.
Wir wollen das Wat Phu Tok besichtigen.
Bis Bueng Kan wieder teilweise auf der Hauptstraße mit Verkehr, teilweise auf Wegen entlang des Mekong bis Bueng Kan.
In Bueng Kan verlassen wir den Mekong, allerdings auch auf einer Straße mit Verkehr, die wir erst kurz vor Siwilai verlassen und nun auf abwechslungreicher einsamer Straße bis Phu Tok fahren.
Teilweise asphaltiert, teilweise Schotter, ohne GPS hätten wir unser Ziel heute sicher nicht gefunden.
Nach der Besteigung des Wat Phu Thok auf teilweise sehr ausgesetztem und künstlich angelegtem Steig durch senkrechte Felswände suchten wir eine Möglichkeit zur Übernachtung, wir waren guter Hoffnung da wir ja jede Menge Homestay-Schilder gesehen hatten.
Nach vergeblicher Suche half uns schließlich eine junge Dame die uns bei der Verwandtschaft unterbrachte, war ein echtes Erlebnis!
Sehr freundliche Leute, einfachste aber saubere Verhältnisse, Matratzen auf dem Boden eines halbfertigen Neubaues.
Die Dusche besteht aus einer Wassertonne mit Plastikgefäß.

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 20.1.2011: Ban Phaeng, Bus nach Nakhon Phanom

60km Rad, 99km Bus, Hotel
Genilson verläßt uns schon am Morgen da er nach Hause muß.
Er wird mit Rad und Bus nach Udon Thani fahren und dann den Nachtzug nach Bangkok nehmen.
Wir fahren eine sehr schöne Strecke durch die Seenlandschaft des Isaan bis Ban Phaeng, das letzte Stück über eine etwas verkehrsreichere Straße.
Um 15h nehmen wir den letzten Bus nach Nakhon Phanom.

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 21.1.2011: Savannakhet (Laos)

106km, Mekong Hotel
Fahrt bis That Phanom auf 4-spuriger Straße, aber kaum Verkehr, dann sehr schöne Nebenstraße am Mekong bis Mukdahan.
Über die Freundschaftsbrücke dürfen weder Fußgänger noch Radfahrer.
Der Zollbeamte sorgte dafür daß wir mit einem Pickup die Brücke überqueren konnten. Grenzübergang nach Laos problemlos.
Bei einbrechender Dunkelheit fuhren wir zum Mekong Hotel, ein Kolonialbau, etwas verfallen, aber doch sauber.
In Laos gilt wieder Rechtsverkehr !

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 22.1.2011: That Ing Hang Stupa - Irrfahrt - Bus nach Pakse

46km Rad, 218km Bus, 8km Songthaew, Guesthouse
Schöne Landstraße zur That Ing Hang Stupa in Ban That.
Ein Hahnenkampf in einem Dorf wurde sofort unterbrochen als wir stehenblieben, ist offiziell verboten aber weit verbreitet.
Wir haben versucht einen anderen Weg zur Straße 9W oder 13 zu finden, aber dieser endete in einem einsamen Dorf.
Also mußten wir zurück bis Palai und von dort auf die 9W.
Wir hatten Glück, der letzte Bus nach Pakse kam in ca. 15 Minuten, hat auf freier Strecke angehalten, geduldig gewartet bis wir unsere Räder soweit zerlegt haben bis diese unten reinpassen, und die letzten freien Plätze im Bus eingenommen haben.
Zuvor ist schon ein Songthaew stehengeblieben, nur um uns sein Bedauern mitzuteilen, daß leider kein Platz mehr für uns ist.
Wie wäre das wohl bei uns gelaufen, wenn man versucht auf freier Strecke einen Bus anzuhalten, mit voll bepackten Rädern ???
Bei jeder Haltestelle warteten schon Dutzende Händler auf ihr Geschäft, angeboten wurde allerlei leckeres aber auch ungewohntes.
Jedenfalls viel mehr Abwechslung als bei uns in jedem ICE.
Der Busbahnhof ist ca. 8km außerhalb von Pakse, da es längst dunkel war nahmen wir ein Songthaew in die Stadt.
Das im Reiseführer empfohlene Guesthouse war (wie zu erwarten) ausgebucht, aber es gab ja noch einige andere.

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 23.1.2011: (Champasak -) Wat Phu - Champasak

62km, Hotel Thavisab
Aus Pakse raus doch einiger Verkehr, dann aber ganz angenehm bis Muang und mit der Fähre über den Mekong nach Champasak.
Wir suchten zuerst unser Quartier und besichtigten dann das Wat Phu.
Das Wat Phu ist nach dem Angkor Wat (Kambodscha) die bedeutendste Khmer Tempelanlage.
Sicher nicht so imposant wie das Angkor Wat, dafür aber auch lange nicht so überlaufen.

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 24.1.2011: Don Khong

106km, Guesthouse
Zunächst zurück zur Straße 13, dann schöne verkehrsarme Straße bis Hatsay Khoun, mit der Fähre nach Don Khong.
Ca. 5km weiter gäbe es preiswertere öffentliche Fähre.
Erster Defekt, Marias Schaltung ist kaputt. Schaltung zerlegt und gebrochene Rückholfeder ausgebaut.
Schalten ist nun mühsamer ... aber es geht zumindest wieder.
Don Khong ist eine der sog. 4000 Inseln (Si Phan Don) im Mekong.
Hinter den Inseln fällt der Mekong über mehrere Fälle Richtung Kanbodscha ab, und fließt weiter ganz gemächlich bis zum Delta.

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 25.1.2011: Don Khon

28km, Guesthouse
Fahrt bis zum Südende von Don Khong, Überfahrt nach Don Som.
Auf Don Som gibts keine Touristen, nur Landwirtschaft, vor 2 Jahren gabs noch nicht Mal Elektrizität.
Mit dem Rad kann man die Insel auf einem Singletrail durchqueren.
Sehr schön und idyllisch zu fahren, Leute bearbeiten ihre Reisfelder.
Am Südende der Insel gibts wieder ein Boot nach Don Det.
Don Det ist die Partyzone von Laos, junge Leute aus aller Welt und einige Aussteiger, Schlagworte "Alcohol, Drugs, Sex & Rocknroll".
Wir können das nicht bestätigen, sind allerdings nur mit dem Rad untertags durchgefahren.
Einzig die angebotenen "Happy shakes" deuten auf Drogen hin.
Don Det ist mit der nächsten Insel Don Khon mit einer alten Eisenbahnbrücke verbunden, die Bahn wurde von den Franzosen gebaut, um die Mekongfälle zu umfahren, ging aber nie in Betrieb.
Bei Überqueren der Brücke wird Maut verlangt, Eintrittsgeld für Don Khon. Auf Don Khon sind angeblich die älteren Semester, da passen wir besser hin, jedenfalls viele Gästehäuser.
Zu besichtigen gibts die Li Phi Fälle des Mekong.

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 26.1.2011: Stung Treng

91km, Gold River Hotel
Überfahrt nach Nakasang, weiter zur Straße 13.
Abstecher zu den Khone Papheng Fällen, dann weiter zur Grenzstation nach Kambodscha bei Veun Kham.
Nach dem Grenzübertritt ändert sich der Straßenname von 13 in 7.
Auf der Straße gibts praktisch keinen Verkehr, allerdings ist diese auch recht eintönig.
Einzelne armselige Hütten ohne Elektrizität sind die einzige Abwechslung.
Nach Stung Treng geht es über eine neue Brücke über den Fluß Tonle San, die in der Karte noch nicht eingezeichnet ist.

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 27.1.2011: Chhlong

140km Bus nach Kratie, 32km Rad nach Chhlong, Guesthouse
Die Fahrt direkt am Mekong durch idyllische Dörfer ist faszinierend.
Eigentlich handelt es sich um ein langes nicht endendes Dorf.
Teilweise wird an neuer Straße an den Dörfern vorbei gebaut, wir sind immer auf dem alten Weg geblieben.

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 28.1.2011: Kampong Cham

94km, Mekong Hotel
Weiter geht es wie am Vortag entlang dem fast lückenlos besiedelten Mekong Ufer.
Kein Tourismus, keine Busse, keine PKW's, nur Mopeds, vereinzelt antike geländegängige LKW's und Fuhrwerke.
Wahrscheinlich die "Königsetappe" der gesamten Tour.
Allerdings anstrengend, da meist Schotterwege, teilweise auch recht holprige.
Evtl. wäre Fähre von Trea nach Stung Trong und Fahrt auf der rechten Mekong-Seite weniger anstrengend?
Unterwegs stärkten wir uns immer wieder mit Kokosmich, Juices bzw. Zuckerrohrsaft und kleinen Speisen.
Maria wurde von einer Mopedfahrerin umgefahren, ist glücklicherweise nicht viel passiert.
Bei Kampong Cham überquerten wir den Mekong auf einer recht neuen Brücke und erreichten bei anbrechender Dunkelheit das Mekong Hotel.
Das war wohl unsere anstrengendste Etappe.

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 29.1.2011: Phnom Penh

123km Minibus, Hotel am Sisowath Quay
Die Fahrt nach Phnom Penh war mit dem Rad direkt am rechten Mekongufer geplant, vom Charakter ähnlich den Vortagen.
Aber Maria und Ilse waren krank, Fieber und Durchfall, am Abend bekam ich dann auch Durchfall.
Also organisierten wir beim Frühstück einen Minibus, der uns nach Phnom Penh brachte, dort wollten wir ohnehin 2 Tage bleiben.

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 30+31.1.2011: Phnom Penh Besichtigungen

Diverse Besichtigungen und Erholung vom Durchfall.
Königspalast und die Silberpagode: nicht wirklich viel zu sehen.
Die Stadt selbst und vor Allem die Märkte sind sehr sehenswert.
Wir entschieden uns ins Mekong-Delta nach Vietnam weiterzufahren, das Angkor Wat mußten wir aus Zeitgründen streichen.
In der Stadt gibts viele Bettler, teilweise schlimm verstümmelt als Folge des letzten Krieges.
Über eine Reiseagentur buchten wir Visa für Vietnam und die Fahrt mit einem Schnellboot nach Chau Doc:
   CTT Travel & Tours
   No. 223Eo, Sisowath Quay, 12204, Phnom Penh
Diese Agentur ist sehr zu empfehlen, freundlich und hilfsbereit.
Die Flugtickets Saigon Bangkok buchten wir per Internet im Hotel.

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 1.2.2011: Chau Doc (Vietnam)

130km Schnellboot, Hotel Trung Nguyen
Schöne Fahrt auf dem Mekong, man sieht die vielen Hütten Mal von der Flußseite, praktisch alles Pfahlbauten.
Neben dem Hotel ist ein sehr sehenswerter Markt.
Wir erlebten nun was Besonderes: Das Chinesische Neujahrsfest.
Alle Behörden und viele Geschäfte haben geschlossen, auch die Boote verkehren nur mehr sehr eingeschränkt, alles wird mit meist gelben Blumen geschmückt, überall rote Fahnen, eine Woche lang wird gefeiert.
Auch die berühmten schwimmenden Märkte gibts diese Woche nicht, daher mußten wir auch die Tourplanung ändern.

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 2.2.2011 Long Xuyen

58km, Hotel Kim Anh
Nach der Besichtigung des Marktes von Chau Doc machten wir uns auf den Weg.
Der Verkehr war ungewohnt, alles voller Mopeds, kaum Autos.
Aber alles, was zumindest ein Moped hat, war diese Woche unterwegs.
So dichten Verkehr hatten wir vorher noch nie erlebt, schon gar nicht mit dem Radl.
Wir mußten erst lernen, uns einen Platz zu erobern, also eine sich ergebende Lücke zu nutzen, ohne nachzudenken.
Sonst hat man keine Chance weiterzukommen oder gar links abzubiegen.
Zu dritt halbwegs zusammenzubleiben war ein Problem.
Wir hofften auf geringeren Verkehr außerhalb des Ortes, aber der Ort hört entlang des Mekong nicht auf, eine Siedlung nach der anderen, und der Verkehr fordert volle Konzentration.
Außerdem ist es heiß, windstill, und es stinkt!
Schon wegen der vielen Abgase, Mopeds haben keinen Katalysator.
Außerdem wird hier alles im eigenen Garten verbrannt, was normalerweise die Müllabfuhr entsorgt.
Radfahren ist hier bei uns schöner, aber ein Erlebnis war es trotzdem.
Abendessen war nicht ganz einfach, im Gegensatz zu Thailand, Laos und Kambodscha fanden wir keine Straßenküchen mehr.
Da es hier auch keinen Tourismus gibt fehlen offensichtlich auch Gasthäuser, das Einzige im Lonely Planet erwähnte gibts nicht mehr, der neue Ladenbesitzer winkt schon aus der Ferne ab wenn man sich seinem Laden nähert.
Aber wir fanden doch noch eine Möglichkeit die übliche Suppe zu bestellen.
Am Abend gabs ein riesen Feuerwerk im Zentrum, wieder eine Überraschung: Tausende Mopeds und Radfahrer ohne jede Hektik, ohne Drängeln, ganz ohne Alkohol, wohnen dem Ereignis bei.
Und anschließend löst sich der Moped-Megastau wieder ebenso diszipliniert auf, Polizei war zumindestens unsichtbar.

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 3.2.2011 Can Tho

73km, Hotel 31B
Wir wechseln die Mekong-Seite um auf eine Nebenstraße zu kommen.
Die ist zwar schmaler, einspurig, auch in Summe wohl weniger Mopeds, aber die Verkehrsdichte ist gleichgeblieben.
Die Fähre zurück auf die rechte Mekong-Seite gibts wegen einer neuen Brücke nicht mehr, daher recht großer Umweg mit viel Verkehr, auch PKW und LKW da Hauptraße im Delta Nr.1 (nach Saigon).
Da es in Can Tho Tourismus gibt gibt es auch einige Gasthäuser mit richtiger Speisekarte.
Da gibt es einen vietnamesischen Teil, voll mit Schlangen und Fröschen, und einen westlichen Teil.

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 4.2.2011 Tra Vinh

75km, Hotel
Eigentlich wollten wir in Can Tho 2 Tage bleiben um die berühmten schwimmenden Märkte zu besichtigen.
Diese sind noch voll in Funktion, und zwar sowohl für den Großhandel als auch für den Zwischenhandel, und nicht vergleichbar mit den touristisch orientierten Märkten, die z.B. von Bangkok durch Reisebusse angefahren werden.
Allerdings sind die Waren auf den Touristenmärkten viel schöner und photogener arrangiert.
Leider gabs gar keinen Markt solange die Neujahrsfeiern dauern.
Also planten wir unsere Reise kurzfristig um und fuhren weiter ins Delta.
Über die riesige Brücke gings zurück auf die andere Seite und dann bald auf einer kleinen Straße mit moderatem Verkehr durch wunderschöne abwechlungsreiche Landschaft.

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 5.2.2011 Ben Tre

54km, Hotel Ham Luong
Strecke wechselhaft.
Im Hotel viele vietnamesische Touristen, die das Neujahrsfest feiern.
Diese sind offensichtlich wohlhabend und leiden offensichtlich an denselben Folgen wie viele Leute hierzulande, Fettleibigkeit.

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 6.2.2011 Vinh Long

59km, Homestay
Schöne Landschaft, aber sehr schlechte Schotterstraße.
Wir finden ein sehr schönes Homestay.
Dieses ist nur einspurig erreichbar, wie fast alle Hütten im Mekong-Delta abseits der Straßen.
Ein Familienmitglied spricht Touristen in Vinh Long an.
Wenn Gäste kommen schläft die Fmilie bei Bedarf in Hängematten vor der Hütte.
Einfache aber saubere Sanitärzelle, sehr gutes Abendessen und Frühstück.

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 7.2.2011 Can Tho

53km, Hotel 31B
Fahrt an der Hauptstraße auf dem Pannenstreifen, kein Problem mit dem Verkehr.

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 8.2.2011 Can Tho Schwimmender Markt

58km, Hotel 31B
Ausflug zu den schwimmenden Märkten von Phong Dien.
Dieser Markt ist nicht besonders groß, aber durchaus sehenswert.
Zur Besichtigung kann man ein Boot samt Führer mieten.
Bootpreise aushandeln!

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 9.2.2011 Can Tho Schwimmender Markt, Saigon (Ho Chi Minh Town)

163km Linienbus, 18km Rad zum Flughafen, Hongkong Hotel
Noch vor Sonnenaufgang fuhren wir mit einem kleinen Boot zum Schwimmenden Markt von Can Tho und besichtigten das rege Treiben.
Bootpreise aushandeln!
Anschließend fahren wir zum Busbahnhof und fahren mit einem kleinen Bus nach Saigon.
Dort wartet wieder eine Überraschung auf uns:
Wir finden auf dem Busterminal keinen Bus der uns mit unseren Rädern weiter zum Flughafen bringt.
Nach 2 Stunden rumfragen beschließen wir mit dem Rad zu fahren.
Da wir den Weg nicht kennen und die Schilder nicht lesen können, versuchen wir es mit der Autorouting Funktion der GPS-Karte.
Das Gerät erstellt tatsächlich eine Route für uns, nicht perfekt, aber sehr hilfreich.
Manchmal gehts gegen Einbahnen, manchmal müssen wir um ein Werksgelände rumfahren, und einmal war uns auch ein Stadtviertel nicht geheuer.
Aber die Route wurde immer neu berechnet und schließlich waren wir in der Nähe des Flughafens.
Noch ein kleines Problem: Wir mußte einen Polizisten überzeugen daß wir trotz Verbot für Räder und Fußgänger den letzten Kilometer zum Flughafen fahren müssen, wie sonst zum Flugzeug?
Nun noch die Räder deponieren und mit dem Fluhafenbus ins Zentrum. Abendspaziergang, Abendessen.
Radaufbewahrung im "Luggage Storage" recht teuer, ca. 10 USD/Tag.

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 10.2.2011 Flug nach Bangkok

New Siam Riverside Guesthouse am Chao Phraya Fluß.
Nach einem Einkaufsbummel auf einem großen Markt nahmen wir wieder den Bus zum Flughafen, ließen dort unsere Räder mit Folie umwickeln, und flogen nach Bangkok.
Die Räder deponierten wir am Flughafen und fuhren mit einem Taxi zu unserem Guesthouse.
Radaufbewahrung im "Luggage Storage" relativ günstig, ca. 3 EUR/Tag.

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 11-12.2.2011 Bangkok Besichtigungen

Besichtigung Sehenswürdigkeiten in Bangkok.
Diese sind mit dem Boot direkt ab Hotel einfach erreichbar.
Am 13.2. Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen und Direktflug nach München.

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 Resumée

Highlights:
Die Routen abseits der Bundesstraßen, also z.B. das

waren wohl die Highlithts der Reise, sind aber nur empfehlenswert mit

Malaria:
Wir hatten um diese Jahreszeit kein nennenswertes Mücken-Problem.

Hunde:
Da wir auf unseren Radtouren auf dem Balkan ernsthafte Probleme mit Hunden hatten, die nur durch mehrfachen Einsatz von Pfefferspray glimpflich verliefen, hatten wir auch diesmal Pfefferspray mit.
Allerdings sind wir nie einem agressiven Hund begegnet ...

Übernachtungen:
In größeren Ortschaften bzw. Städten gibt es Hotels bzw. Gästehäuser, besonders in der Nähe von touristisch erschlossenen Gebieten.
In ländlichen Gebieten findet man mancherorts auch sogenannte Homestays, Privatleute vermieten Zimmer.
Man sollte jedoch die Tagesetappen so planen, daß man abends eine größere Ortschaft erreicht, notfalls kann man ein Stück mit einem Bus bzw Songthaew fahren.
In manchen Gegenden von Laos, Kambodscha und teilweise auch Vietnam kann die nächste Übernachtungsmöglichkeit recht weit entfernt sein ...

Verkehr:
In Vietnam haben wir wesentlich mehr Verkehr vorgefunden als in den anderen Ländern, hauptsächlich Mopeds, Tausende ...
Ob dies alleine durch das Neujahrsfest verursacht war?
Auch wenn in manchen (älteren) Reiseberichten geschrieben wird, daß auf den Straßen entlang des Mekong wenig Autoverkehr ist, stimmt das derzeit (2011) nur mehr teilweise.
Allerdings hat man auf neu ausgebauten Straßen, und es wird fleißig gebaut, einen Pannenstreifen für Radler, Fuhrwerke, ...
Man sollte nicht mit dem Haupziel "Radfahren" so eine Tour unternehmen, Radfahren kann man bei uns besser und schöner.
Wenn man aber ein fremdes Land abseits der Touristenzentren erkunden will ist das Fahrrad sehr gut geeignet.

Handeln:
In Gegenden ohne Tourismus braucht man nicht handeln, im Gegensatz zu arabischen Ländern ist es auch nicht üblich.
In Gegenden mit Tourismus ist es durchaus angebracht zu handeln.

Essen, Trinken:
Wir haben nur Wasser aus abgefüllten Flaschen getrunken und damit auch die Zähne geputzt.
Allerdings haben wir entgegen den Empfehlungen der Reiseführer (fast) alles getrunken und gegessen was unterwegs angeboten wurde, eigentlich hatten wir ja auch keine andere Wahl.
Also halbgekochtes Gemüse in Suppen, Salate, viel Eis in Getränken.
Jeder von uns hatte einmal seinen Durchfall, ob wir das vermeiden hätten können ? Um welchen Preis ?
Wir hätten auf alle Köstlichkeiten verzichten müssen die unterwegs angeboten wurden.

Kriminalität:
Wir haben keine Kriminalität vorgefunden, das kann natürlich auch Zufall sein.
In Städten wie Phnom Penh und Saigon gibt es bestimmt Stadtviertel mit Kriminalität, auf den Dörfern und in Gegenden ganz ohne Tourismus haben alle gleich wenig, ein schlechter Boden für Kriminalität.
Wenn man aber nachts durch den Rotlichtbezirk von Phnom Penh bummelt findet man bestimmt auch Kriminalität.

Bevölkerung:
Sehr offen, freundlich, hifsbereit, entgegenkommend, ....
In Kambodscha teilweise etwas zurückhaltend, mißtrauisch, eine Folge des Krieges.

Fragen an Peter Danninger